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Durch Erfahrung glänzenARGE Paderborn will Unternhemen für die "Generation Gold" begeistern Paderborn. Wer älter als 50 Jahre ist und Arbeitslos wird, gilt fast automatisch schon als schwer vermittelbar. Damit das nicht so bleibt, will die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit im Kreis Paderborn (Arge) gegensteuern: Mit dem Projekt "Generation Gold" setzt sie auf einen Bewusstseinswandel bei den Unternehmern und auf einen Motivationsschub bei Langzeitarbeitslosen. Um Unternehmen dafür zu sensibilisieren, welchen Erfahrungsschatz gerade ältere Langzeitarbeitslose hüten und wie diese Schätze Nutzen bringend für alle Seiten gehoben werden können, findet am 16. August in Paderborn eine groß angelegte Fachtagung im Technologie und Berufsbildungszentrum (tbz) statt. Dazu will allein Annette Förster, als Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn eine Verbündete der ARGE, rund 2000 Betriebe ihrer Kartei einladen. Ingbert Koppermann, Geschäftsführer der ARGE Paderborn: "Die Tatsache, dass nur noch 40 Prozent aller Betriebe in Deutschland überhaupt Mitarbeiter jenseits der 50 Lebensjahre haben, zeigt, wie sehr ein Umdenken nötig ist. Denn gleichzeitig gibt es kein Hinübergleiten in den Ruhestand mehr, wie er mal vor 25 Jahren durch großzügige Vorruhestandsregelungen eingeführt wurde; stattdessen wurde das Rentenalter auf 67 Jahre heraufgesetzt. Und in wenigen Jahren droht auch noch ein Facharbeitermangel." 900000 Euro hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales nach Angaben der ARGE Paderborn für das Projekt "Generation Gold" im Kreis zur Verfügung gestellt. Umgesetzt werden damit zwei Vorhaben: In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (gpdm) sollen 500 Langzeitarbeitslose über 50-Jährige so gefördert und begleitet werden, dass sie wieder einen festen Job finden; und das tbz Paderborn setzt bereits zwie ehemals Langzeitarbeitslose als Ausbildungsberater ein, die auf Grund ihrer Erfahrung bei Konflikten zwischen Betrieben und Lehrlingen vermitteln und so auch Akzente im Kampf gegen die Jungendarbeitslosigkeit setzten. In der Fachkonferenz am 16. August sollen Akteure aus ihrer Praxis berichten. Beispiele sollen zeigen, wie Unternehmen sich gerade durch die Qualifikationen Älterer im Mix mit Jüngeren Vorteile am Markt verschaffen können.
von Hans Hermann Igges
20. Juni 2006 | Neue Westfälische
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