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„Kleine Meister“ in der Karlschule

Werkunterricht auf neue Beine gestellt

"Erkläre mir und ich vergesse, zeige mir, und ich erinnere, lass es mich tun, und ich verstehe." Konfuzius

Im Zentrum des Projektes „Kleine Meister“ steht der Erwerb von Weltwissen durch Handlungserfahrung. Mit dem Beginn des Schuljahres 2010/2011 können 8 Schüler der Jahrgangsstufen 3 und 4 im Rahmen des Angebots der offenen Ganztagsschule „Karlschule“ 16 verschiedene Projekte unter professioneller Anleitung realisieren.  Im Vordergrund stehen dabei die Heranführung der Schüler und Schülerinnen an technische Fragestellungen, das Kennenlernen verschiedenster Materialien und die Vermittlung handwerklicher Fähigkeiten. Bei der Realisierung der verschiedenen Projekte, z.B. Bau eines Tischtennisschlägers, werden die Teilnehmer von einem technischen Trainer der gpdm begleitet. Der Werkraum, speziell für dieses Projekt konzipiert, wurde ausgestattet von der Firma Ullner und verfügt über alle technischen Voraussetzungen zur Verwirklichung der einzelnen Fertigungsvorhaben.

 



Die Realisierung der Projekte ist dabei jeweils in Teilschritte gegliedert.

Aufgabenstellung verstehen

→ Vorstellung des konkreten Projekts

Ausgangssituation analysieren

→ Welche Materialien werden benötigt?

→ Welche Werkzeuge braucht man für die Fertigung?

Handlungen planen

→ Arbeits- und Zeiteinteilung durch die Schüler

Pläne bewerten

→ Sind die Pläne der Schüler realistisch? Wurden alle notwendigen Arbeitsschritte bedacht?

Handlungsplan ausführen

→ konkrete Fertigung des Werkstückes

Ergebnisse kontrollieren

→ Abgleich des Ergebnisses mit dem Plan

Handlungen bewerten

→ Austausch über den Lernerfolg

→ Austausch über die Schwierigkeit des Projektes

Durch die Abhandlung der einzelnen Teilschritte werden die formalen Kriterien einer vollständigen Handlung vollzogen. Dieses Lernen durch das Nachvollziehen in sich abgeschlossener Prozesse bildet die wesentliche Grundlage für die Ausbildung einer mündigen Handlungsfähigkeit.

Für den Schüler steht am Ende eines jeden Projektes ein konkretes Produkt, das er in den Händen halten kann, auf das er stolz sein kann und das ihn zu weiteren guten Leistungen anspornt. Auf diese Weise wird der Werkunterricht an der Karlschule im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar.

Perspektivisch bietet das Projekt darüber hinaus die Möglichkeit Synergien mit anderen Projekten der gpdm zu bilden. So könnten Arbeitslose aus dem Pool des Projekts „Erfahrung gewinnt“ nach entsprechender pädagogischer Qualifizierung Module des Werkunterrichts übernehmen und auf diese Weise sowohl ihre Erfahrung an junge Menschen weitertragen, als auch einen Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt selbst gestalten.

 

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